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Auf flachen Sohlen. Sneaker und mehr.

Auf flachen Sohlen. Sneaker und mehr.
 

                       Hoch hinaus auf flachen Schuhen.

 

Die Nachricht, dass Michael Kors plant, Jimmy Choo zu übernehmen, belegt, dass Schuhe angesagt sind wie selten zuvor. Von Dior über Prada bis hin zu Valentino: Schuhe sind wichtige Pfeiler in den Retail-Strategien der Luxusmarken und fordern Handtaschen als die "Cash Cows" der Labels heraus. Waren die Verkaufsgranaten bis vor wenigen Jahren noch Highheels und Stiefel bei den Damen und klassische Lederschuhe bei den Herren, rückt seit geraumer Zeit der Sneaker in das Rampenlicht.

 Mehr Platz für Sneaker.

 Departement-Stores wie Harrod's und Selfridges in London, Level Shoes in Dubai oder Saks Fifth Avenue in New York grenzen mittlerweile große Flächen ab, die ausschließlich dem Schuhwerk gewidmet sind. Und der enorme Erfolg von Christian Louboutin beweist, dass ein Label, das sich ganz auf Schuhe konzentriert, äußerst profitabel betrieben werden kann. Selbiges kann man über Jimmy Choo sagen: In den letzten vier Jahren wuchs die Firma um durchschnittlich 11 Prozent jährlich. Auch der Verkauf von Männerschuhen macht bald 20 Prozent des Umsatzes von Jimmy Choo aus – ein Zeichen dafür, dass der Markt für Männer-Luxusschuhe wächst. Die Bestseller des Unternehmens sind dabei Stilettos mit 8,5-cm-Absatz, gefolgt - und da darf man ruhig hellhörig werden - von den "Miami"-Sneakern für Damen.

 Kein Sportschuh.

 

Prada Fringe Sneaker

Prada Fringe Sneaker

Gucci Ace Sneaker

 

Balanciaga Triple S

Dabei darf man den Sneaker schon längst nicht mehr Sportschuh nennen. Er ist im Luxussegment angekommen. Luxus trifft auf Bequemlichkeit lautet das Credo der neuen Schuhmode: Ganz gleich ob bei Balenciaga, Gucci, Louis Vuitton - der Tragekomfort steht im Mittelpunkt. "Nach wie vor gelten Sneaker als wichtigstes Key Item der neuen Mode", darf man auch Nadine L'Allemand, Chefredakteurin des Branchenmagazins "Shoez", zitieren. Luxusmodelle allseits bekannter Marken wie Chloe oder Chanel kosten weit über 500 Euro. Letztgenanntes Label hält bei manchen Modellen seinen Wiederverkaufswert auf dem Einkaufspreis fest. Ein Hype oder ein Trend? High-Fashion-Labels wie Prada oder Gucci schicken nun schon seit einigen Jahren Sneakers auf den Lauftsteg. Sogar Viktoria Beckham - sonst eher für Highheels und Statement-Shoes bekannt - wird immer öfter in gehfreudigen Sneakers fotografiert. Ihr Lieblings-Sneaker: Weiße Stan Smith von Adidas. Apropos Lieblings Sneaker. Alle Gucci-Fashionistas dürfen sich freuen. Seit Herbst letzten Jahres kann die Dame mit Geschmack dem legendären Gucci Ace Leder-Sneakern eine individuelle Persönlichkeit einhauchen. Ähm, ja ... vielleicht nicht ganz. Aber immerhin dürfen jetzt auf Bestellung die jeweiligen Initialen auf dem Schuh prangen. Der klassische Gucci Ace Sneaker besitzt die labeltypischen Elemente: eine Silhouette aus weißem Leder, grün-rote Streifen an der Seite sowie eine Applikation aus Metallic-Schlangenleder an der Ferse. Der Schuh ist wirklich ein All time Favorite! 

 

Neuer Trend: „Ugly Sneakers“.

 

 

"Ugly Sneaker", "Chunky Sneaker", "Dad Sneaker", "Nerd Sneaker" – der Turnschuhtrend der Saison hört zwar auf viele Namen, zeichnet sich aber immer durch folgende Merkmale aus: die klobige Form, die markante, häufig bunte oder futuristische Sohle und Details wie mehrfarbige Nähte, Schnürsenkel oder elastische Schnellverschlüsse. Manch einemdürfte das noch aus den 90ern und 00er Jahren bekannt vorkommen. Muss nicht gefallen, aber man sollte wissen, dass es kaum ein Luxus-Label gibt, dass nicht ebenfalls einen „Ugly Sneakers“ in der diesjährigen Kollektion hat: Von Balenciagas "Triple-S", der immer mindestens eine Nummer zu groß wirkt, über Vetements klobige Reebok-Modelle bis hin zu Filas "Disruptor", der soeben in neuen Farben aufgelegt wurde. Sogar Chanel zeigte auf seiner Herbstshow neben durchsichtigen Plastikstiefeln wuchtige Turnschuhe für das jetzige Frühjahr, ebenso Louis Vuitton.

 

Herren tragen Louboutin

Spotted bei Level Shoes in Dubai: Louboutin-Sneakers für den Mann. Der Mann von Welt und dem notwendigen Kleingeld läuft nun ebenfalls auf roten Sohlen durch die Welt. Manche mit Spikes-Applikationen, manche ohne. Fest steht: In der Streetwear geht ohne Sneakers gar nichts. Ein Trend, der wohl auch ältere Generationen früher oder später einholt. Auf leisen Sohlen.